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Was ist das?
Die Kinelogie ist eines der Ausbildungsinstrumente, das von der Ontopsychologischen Wissenschaft angewendet wird. Es ist die Analyse der emotionalen Dynamiken, die während einer Filmvorführung durch den Eindruck bzw. Kontakt mit bewegenden Bildern beim Zuschauer erweckt werden. Die Kinelogie basiert auf der Reaktion der emotionalen Prozesse des Zuschauers durch die projizierten Bilder. In jeder Person existiert eine Selektionsform, die sie zur Wahl der Darstellung einer bestimmten Kommunikationsart, anstelle einer anderen, führt.
Geht man von dieser Voraussetzung aus, so stellt die Anwendung der ontopsychologischen Kinelogie einen Übergang dar, um die Urteilsfähigkeit bezüglich des individuellen Daseins in den Zuschauern mittels Analyse der Existenz der Protagonisten zu fördern und zu testen. Ziel ist also zu verstehen, ob die Existenz der Protagonisten erfolgreich, funktionell oder eben nicht (und aus welchem Grund) strukturiert ist. Dies bezieht sich ausschließlich auf den gesellschaftlich-ökonomischen, politischen und existenziellen Erfolg.
Die Kinelogie entsteht durch die Feststellung, dass die gesamte Erkenntnis des Individuums auf dem Projektionsmechanismus basiert. Die Wirklichkeit hat eine bestimmte Art, aber der Zuschauer registriert und lebt sie nach den eigenen geistigen Modellen. Tatsächlich stimmt das Bewusstsein selten mit dem objektiven Realen überein, und dies bewirkt eine Minderung der operativen Funktionalität für das Subjekt.
Durch die Kinelogie wird sich der Zuschauer der eigenen Innenwelt und der eigenen Emotion bewusst , so dass er ein Vergleichsmaß für die Ermittlung von sich selbst findet.
Wie funktioniert die Kinelogie?
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Vorführung eines Films, dessen Handlung einen Lebensquerschnitt für eine heterogene Teilnehmergruppe (5 bis 200 Personen) darstellt.
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Darstellung der während der Vorführung erlebten emotionalen Empfindungen und kritisch-existentiellen Überlegungen seitens der Teilnehmer.
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Analyse und Überprüfung der Funktionalität der jeweiligen Emotions- und Gedankenarten seitens eines geprüften Technikers, d.h. eines Experten der ontopsychologischen Methodik. Ohne dies wäre die Kinelogie die gewöhnliche Erfahrung eines Filmforums bzw. wäre sie mit dem Psychodrama von Moreno sowie mit dem Theater als Lebensspiegel assoziierbar.
Ziele und Effekte
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Den Teilnehmer zu einer exakten Erfassung von sich selbst, und demzufolge zu einem besseren Verständnis der von ihm erlebten Wirklichkeit zu führen. Seine Entscheidungen und mentalen Denkweisen tragen entscheidend zum Aufbau seiner Geschichte bei.
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Den Teilnehmer dazu zu provozieren, über viele Situationen, die für gegeben angesehen werden, kritisch nachzudenken, um eine existenzielle Verbesserung und eine daraus folgende Aktivierung der praktischen operativen Intelligenz zu ermöglichen, und zwar in jenen Gebieten und Kontexten, wo das Subjekt seine Leadership erreichen will.
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Der unmittelbarste und offensichtlichste Effekt ist, dass der Teilnehmer ein immer größeres Bewusstsein der objektiven Wirklichkeit der Tatsachen erwirbt, und ein kritisches Reifen über die Ideologien und Rollen erlangt, die Individuen und Gesellschaft fest charakterisieren.
Bezugstexte
- A. Meneghetti, Cinelogia: Il cinema e l'inconscio
(Kinelogie: der Film und das Unbewusste)
Psicologica Editrice, 1999.
- A. Meneghetti, Manuale di Ontopsicologia (Ontopsychologie Handbuch)
Psicologica Editrice, 2003.
- A. Meneghetti, Residence a Mosca (Residence in Moskau)
Psicologica Editrice, 1995.
- A. Meneghetti, Prontuario immagogico (Imagogisches Handbuch)
Psicologica Editrice, 2003.
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